Einer für Bayern? Sané und Musiala schwärmen von Gruda
Brajan Gruda hat sich beim DFB als Trainingsgast in den Vordergrund gespielt. Auch die Stars vom FC Bayern sind vom Jungprofi des FSV Mainz 05 begeistert.
Herzogenaurach – Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Brajan Gruda nebst Rocco Reitz in den Kader für das Trainingslager in Thüringen berufen und die Einladung an das Duo nach guten Leistungen ausgeweitet. Beide U21-Nationalspieler haben ihr Potenzial angedeutet, ein Faktor für die WM 2026 zu werden. Gruda hat sich allerdings wegen einer Muskelverletzung bereits am Mittwoch vom Nationalteam verabschiedet.
Mit der erstmaligen Einladung ging dennoch ein steiler Aufstieg der vergangenen Monate weiter. Der Dribbler hat beim FSV Mainz 05 großen Anteil am Klassenerhalt unter Trainer Bo Henriksen, drehte im Schlussspurt der Bundesliga richtig auf. Damit hat sich Gruda auch endgültig auf die Notizzettel diverser Klubs gespielt. Zuletzt wurde auch dem FC Bayern Interesse nachgesagt.
Leroy Sané adelt Brajan Gruda: „Das begeistert mich“
Beim DFB-Team kann Gruda sich zumindest schonmal einigen Stars des Rekordmeisters präsentieren. Der 20-Jährige hat durchaus Eindruck hinterlassen. „Er hat schon überragend gespielt in der letzten Saison“, zitiert die Münchner Abendzeitung etwa Leroy Sané. „Natürlich ist er noch sehr jung und man kann da vielleicht auch ein bisschen was ankreiden, aber die Art und Weise, wie er Fußball spielt, davon haben wir nicht sehr viele Spieler. Das begeistert mich“, so Sané weiter.
Auch Jamal Musiala, der zwar nur ein Jahr älter ist als Gruda, aber schon vor seinem dritten Turnier mit dem DFB-Team steht, äußert sich mehr als angetan von seinem Kollegen. „Er hat richtig gute Qualitäten, er macht es im Training richtig gut. Er ist ein junger Spieler, aber man sieht jetzt nicht, dass er nervös ist“, lobt Musiala. Stattdessen spielt Gruda unbekümmert auf, wie es ihm auch in Mainz gelungen ist.

Gruda weiß: Spielpraxis ist das A und O
Die Frage, ob Gruda bei den Rheinhessen noch ein weiteres Jahr außerhalb des ganz großen Scheinwerferlichts hinlegt, oder er schon jetzt den Sprung zu einem größeren Klub wagt, drängt sich auf. Neben dem FC Bayern gelten unter anderem Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer Leverkusen und diverse englische Klubs als interessiert.
„Natürlich beschäftigt man sich mit dem Thema, aber im Moment ist mein voller Fokus hier“, verweist Gruda aus dem DFB-Camp in Sachen Zukunftsplanung auf seinen Berater. „Wichtig ist in meinem Alter, dass ich viel spiele und zeige, was ich draufhabe. Wenn ich Woche für Woche auf der Bank sitze oder nur ein paar Einsätze bekomme, glaube ich, dass man Spieler damit kaputt macht.“
Die Sorge wäre gerade bei einem Wechsel zum FC Bayern durchaus berechtigt, der im Offensivbereich unter anderem mit Sané und Musiala exzellent aufgestellt ist. Auch deshalb ist das Thema aber offenbar nicht ganz so heiß, wie zunächst berichtet wurde. Zwar sehen die Verantwortlichen der Münchner in Gruda einen spannenden Spieler, mit einem konkreten Transferangriff des FC Bayern ist aber wohl noch nicht zu rechnen.