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Nach Gerüchten: DFB-Juwel im Sommer offenbar kein heißes Bayern-Thema

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Der FC Bayern kann nach der Vorstellung von Vincent Kompany die Personalplanungen vorantreiben. Dahingehend gab es zuletzt Gerüchte um Brajan Gruda.

München – Brajan Gruda könnte am Montagabend sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft feiern. Der Offensivspieler vom FSV Mainz 05 hat im Trainingslager des DFB-Teams als Aushilfsspieler überzeugt. Julian Nagelsmann schloss einen Einsatz von Gruda und Rocco Reitz zumindest nicht aus. Allerdings sind die Talente wohl keine brandheißen Anwärter, weil der Bundestrainer die Wackelkandidaten aus seinem vorläufigen EM-Kader begutachten will und muss.

Theoretisch können sich Gruda und Reitz noch für den endgültigen Kader empfehlen, die Chancen müssen aber als eher gering gelten. Dessen ungeachtet zeigt die verlängerte Einladung durch Nagelsmann, wie sehr ihn die beiden Talente überzeugt haben. Ob seiner Jugend ist das vor allem bei Gruda mehr als beachtlich. Immerhin hat der 20-Jährige gerade seine erste vollständige Saison im Profifußball hinter sich.

Brajan Gruda steht bei vielen Klubs auf dem Zettel

Gruda hat dabei vor allem in der Schlussphase der Spielzeit aufgedreht. Die starken Leistungen des Dribbelkünstlers haben großen Anteil an der Rettung von Mainz unter Trainer Bo Henriksen. Damit ist Gruda auch anderen Klubs aufgefallen, die das Toptalent freilich schon zuvor auf der Liste hatten. Der Speyerer wurde zuletzt mit Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen, sowie diversen englischen Vereinen in Verbindung gebracht.

Für besonderes Aufsehen sorgte die Meldung, dass sich sogar der FC Bayern mit einer Verpflichtung von Gruda befassen soll. Der kicker nimmt dieser Idee nun aber etwas Wind aus den Segeln. Wie das Fachmagazin berichtet, halten die Münchner den Mainzer grundsätzlich für einen spannenden Spieler. Es sei aber eher unwahrscheinlich, dass er im Sommer ein echtes Thema für die Verantwortlichen wird.

Brajan Gruda hat beim FSV Mainz 05 den Durchbruch geschafft.
Brajan Gruda hat beim FSV Mainz 05 den Durchbruch geschafft. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Hahne

Nach Anlaufzeit: FC Bayern plant fest mit Bryan Zaragoza

Demnach will der FC Bayern andere Positionen mit frischen Kräften versehen. Auf den offensiven Außenbahnen, wo sich Gruda am wohlsten fühlt, ist der Klub bereits ordentlich besetzt. Selbst für den Fall, dass ein großer Name wie Kingsley Coman oder Serge Gnabry verkauft werden sollte, bestünde kein großer Bedarf. Unter anderem auch, weil der Rekordmeister nach einem halben Jahr Anlauf fest mit Winterneuzugang Bryan Zaragoza plane, der Gruda von der Spielweise nicht gänzlich unähnlich ist.

Zudem hat Bayern mit Nestory Irankunda ein Talent aus Australien verpflichtet, das sich in der Saisonvorbereitung unter Neu-Trainer Vincent Kompany beweisen darf. Zwar gelte laut dem Fachmagazin eine Ausleihe nicht als ausgeschlossen, womöglich empfiehlt sich Irankunda aber auch für die Rolle des Entwicklungsspielers im Kader von Kompany.

Verbleib von Gruda in Mainz nicht ausgeschlossen

Gruda könnte auch vor diesem Hintergrund durchaus noch eine weitere Saison in Mainz bleiben, um seine starke Entwicklung der vergangenen Monate zu verstetigen. Die Vertragssituation lässt dies zu, da der potenzielle DFB-Debütant bis 2026 gebunden ist und so auch im kommenden Jahr noch eine Ablöse zu erzielen ist.

Bisher habe sich keiner der vielen kolportierten Interessenten bei den Rheinhessen gemeldet, berichtet das Blatt. Klar ist aber auch: Sollte es zum Transfergroßkampf um Gruda kommen, könnte die wirtschaftliche Vernunft einen Verkauf von Gruda diktieren. Der FC Bayern wird sich aber aller Voraussicht nach im Jahr 2024 nicht an einem solchen Kampf beteiligen.

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