Intensive Duelle

Besteht Borussia den Stresstest gegen Bochum & Co.?

Nach Leipzig ist für Gladbach vor Bochum, Mainz und Köln. Foto: Getty Images.
Nach Leipzig ist für Gladbach vor Bochum, Mainz und Köln. Foto: Getty Images.

Borussia Mönchengladbach ist am Ende des rettenden Ufers angelangt. Die Bedeutung der drei kommenden Bundesligaspiele ist noch einmal gewachsen. Für die Fohlen-Elf gilt es, eine Eigenschaft abzulegen, die in dieser Saison ein steter Begleiter ist.

Spieler und Verantwortliche von Borussia Mönchengladbach haben in den vergangenen Wochen betont, sich keine Sorgen über das Abrutschen in den Abstiegskampf zu machen. Diese Haltung ist keinesfalls unbegründet, schließlich beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz sechs Punkte, während die direkten Abstiegsplätze sieben Zähler entfernt sind. Bei den Fans wächst hingegen die Angst vor einem unruhigen Frühling, weil der Spielplan Chancen in beide Richtungen eröffnet.

Jetzt warten Bochum, Mainz und Köln

An den kommenden drei Spieltagen trifft Borussia auf den VfL Bochum, Mainz 05 und den 1. FC Köln. Die Bochumer zogen durch den überraschenden Heimsieg gegen den FC Bayern vorbei an den Fohlen und eroberten Platz 11, während Gerardo Seoane und die Seinen nun Rang 15 belegen. Mainz und Köln kämpfen indes zumindest um die Relegation, noch attraktiver ist selbstverständlich der Platz am rettenden Ufer.

Wovon die Gladbacher Saison geprägt ist

In diesen Partien wird eine Eigenschaft wichtig sein, die Ex-Trainer Daniel Farke einzuimpfen versuchte: Resilienz. Denn wenn es eine Konstante in dieser Borussia-Saison gibt, dann ist es die Wankelmütigkeit während eines Spiels. "Das Resultat nimmt noch zu viel Einfluss darauf, wie wir uns während eines Spiels verhalten", monierte Seoane vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg am 18. Bundesliga-Spieltag. Gegen die Fuggerstädter kam es, wie es fast schon kommen musste: Aus einer 1:0-Führung wurde eine 1:2-Niederlage, erneut gab Gladbach drei Punkte aus der Hand.

Besteht Borussia den Stresstest?

Die Duelle mit Bochum, Mainz und Köln werden somit in doppelter Hinsicht ein Stresstest für Borussia. Einerseits gilt es, über gute Ergebnisse den Vorsprung auf die Abstiegszone zu vergrößern und die Hoffnung auf eine einigermaßen sorgenfreie Spielzeit zu nähren. Andererseits gilt es während der Spiele, unter Beweis zu stellen, trotz der vergangenen Resultate - Gladbach seit dem 14. Spieltag errang nur einen Sieg - gefestigt und wehrhaft zu sein, wenn es darauf ankommt. Das gilt insbesondere in Sequenzen, in denen der Gegner hoch anläuft und schon in der ersten Linie des Aufbauspiels großen Druck erzeugt; so tat es Bochum gegen Bayern, so lautet auch die Idee des Mainzer Fußballs.

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Gelingt die Entwicklung im Ballbesitz?

Bei der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig am Samstag war wenig Resilienz zu sehen. Allen voran im Vorwärtsgang wirkte Borussia harmlos, trotz der Fünferkette kam zudem keine Kompaktheit auf. Speziell gegen Bochum, aber auch gegen Mainz und Köln wird es wichtig sein, in puncto Intensität und Zweikampfhärte auf der Höhe zu sein. Zusätzlich gilt es, die von Seoane erhofften Fortschritte im Ballbesitz zu machen. Anders als beim 0:0-Remis gegen den SV Darmstadt braucht es spielerische Lösungen, um das Pressing zu überwinden und im letzten Drittel Durchschlagskraft zu entfalten. Insofern warten auf Gladbach drei anspruchsvolle Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

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Florian Bajus  
20.02.2024