Trotz 3:0 gab es Mängel

Diese 3 Erkenntnisse lieferte der Bayern-Sieg gegen die TSG

Der FC Bayern feiert nach dem 3:0 gegen Hoffenheim.
Der FC Bayern feiert nach dem 3:0 gegen Hoffenheim. Foto: Getty Images

Der FC Bayern München konnte sich gegen die TSG Hoffenheim scheinbar souverän mit 3:0 durchsetzen. Es war zwar nicht alles Gold was glänzte - und dennoch ist der deutsche Rekordmeister voll da.

Diese 3 Erkenntnisse bringt der Bayern-Sieg

Der Sieg des FC Bayern München gegen die TSG Hoffenheim kann Trainer Thomas Tuchel enorm weiterhelfen. Obwohl die Partie 3:0 ausging, zeigte der Erfolg noch (behebbare) Mängel auf. fussball.news nennt drei Erkenntnisse eines Sieges, der den Druck auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen deutlich erhöht - und einen Abend, an dem der am vergangenen Sonntag verstorbene Franz Beckenbauer nach seinem Tod sehr würdig von Klub und Fans verabschiedet wurde, abrundet.

1.) Auf die Offensive ist Verlass

52 Tore stehen nach 16 Partien auf dem Konto des FC Bayern München (noch ein Nachholspiel gegen Union Berlin). Jamal Musiala hat nach seinem Doppelpack fünf Saisontoren, Leroy Sane nach seinen zwei Vorlagen zehn Assists. Und Harry Kane? Der Engländer schraubte sein Tor-Konto auf die unfassbare Zahl 22 hoch! Ob im Zusammenspiel, bei Einzelaktionen oder selbst nach kreativen Standardsituationen, die Co-Trainer Anthony Barry austüftelt - dem Tuchel-Team fallen stets Lösungen ein. Klatscht der Abschluss von Musiala nach 58 Minuten nicht ans Aluminium, gibt es danach wohl keine Schwächephase mehr. Selbst an einem nicht optimal laufenden Abend sind die Münchner stets in der Lage, ihren Gegner in den entscheidenden Momenten zu überfahren. Final hatten die Münchner 27 Torschüsse (Gegner Hoffenheim nur 11), 21 Flanken (die TSG 10) und eine Zweikampfquote von 52 Prozent. Vieles war also besser, als es teilweise aussah.

2.) Neuer präsentiert sich in EM-Form

TSG-Stürmer Maximilian Beier hätte der Partie bei seinen zwei Topchancen einen anderen Anstrich verpassen können. Wie Bayern-Torhüter Manuel Neuer den Kopfball aus kürzester Distanz nach 63 Minuten halten konnte? Das bleibt weiterhin das große Geheimnis dieses Teufelskerls. Es war eine Weltklasse-Parade, er kratzte einen Ball der Marke "unhaltbar" aus dem Winkel. Eine Minute später war Neuer dann auch gegen Andrej Kramaric im Eins-gegen-Eins hellwach. Und anschließend? Da bäumte sich Neuer gegen Beier auf, er guckte das Leder förmlich an die Latte. Beier gab voller Respekt zu: "Wenn da so ein Manuel Neuer vor dir steht, dann macht das etwas aus."

3.) Solche Patzer dürfen in den großen Spielen nicht passieren

Tuchel klagte nach dem Spiel, dass das Team die Gier und Lust nicht vom Trainingsplatz auf den Rasen transportiert bekäme. In der Tat wirkte der FC Bayern phasenweise etwas behäbig gegen eine TSG. Vor allem aber die kurze Schwächephase, als der keineswegs übermächtige Bayern-Gegner innerhalb von zwei Minuten zu drei Topchancen kam, kann in den großen Duellen der Todesstoß sein. Manchester City, Real Madrid, Paris Saint-Germain oder auf nationaler Ebene RB Leipzig und Spitzenreiter Bayer Leverkusen stechen in diesen Momenten eiskalt zu und entscheiden ein Duell für sich. Tuchel wird alles probieren, seiner Mannschaft bis zum Frühjahr noch mehr Konstanz einzuimpfen. Wer den Henkelpott holen oder zumindest unter die letzten vier Teams kommen möchte, der darf sich solche eklatanten Schwächephasen nicht erlauben.

 

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Christopher Michel  
13.01.2024