Großer Vorsprung

Juve blickt zum Sommer: Kader-Umbruch dank UCL-Millionen?

Juventus benötigt weitere Verstärkungen. Foto: Getty Images
Juventus benötigt weitere Verstärkungen. Foto: Getty Images

Juventus hat im Derby d'Italia bei Inter Mailand am Sonntag die erste Niederlage nach zuvor 19 ungeschlagenen Pflichtspielen am Stück kassiert. Im Meisterrennen der Serie A befinden sich die Bianconeri nun klar im Hintertreffen. Die zu keiner Zeit deutlich formulierten Titelhoffnungen sind damit nicht beendet, dennoch geht der Blick auch schon in Richtung des Sommers.

Juventus steht mit einem Bein bereits in der Champions League

Gewissermaßen spielt Juventus in der laufenden Saison vor dem eigenen Zeitplan. Das erklärte Ziel lautet nicht, um den Scudetto zu kämpfen. Vielmehr soll die Rückkehr in die Champions League gelingen, nicht zuletzt, um an die großen Geldtöpfe der UEFA-Vermarktung zu kommen. Damit kann Juve schon zum jetzigen Zeitpunkt recht sicher planen: 15 Zähler Vorsprung auf Platz fünf sprechen eine deutliche Sprache, selbst der könnte nach der Reform der Königsklasse ausreichen. Mit entsprechenden Einnahmen will Juventus im Sommer den konsequenten Kader-Umbruch fortsetzen, den der Klub auch aus finanzieller Not eingeschlagen hat.

Koopmeiners von Atalanta bleibt der absolute Wunschspieler

Die Zeit der ganz großen Stars ist vorbei, stattdessen achtet Juve auf eine gesunde Altersstruktur, holt Profis, bei denen die Möglichkeit eines Weiterverkaufs mit Ablösegewinn besteht. Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, haben die Verantwortlichen um den Technischen Direktor Cristiano Giuntoli dabei schon sehr konkrete Namen auf dem Einkaufszettel. Zuoberst soll darauf nach wie vor Teun Koopmeiners von Atalanta stehen. Den Niederländer hätte die Alte Dame dem Vernehmen nach auch schon im Winter-Transferfenster geholt, wenn der Klub aus Bergamo nicht einen deutlichen Riegel vorgeschoben hätte.

Juventus vor Verpflichtung von Felipe Anderson zum Nulltarif

Wenn sich dies im Sommer wiederholen sollte, würde Juve dem Bericht zufolge einen anderen Atalanta-Profi ins Visier nehmen, der Brasilianer Ederson gelte auch dank eines um ein Jahr kürzeren Vertrags als sinnvolle Alternative. Auf dem Zettel soll zudem Lewis Ferguson vom FC Bologna stehen, um den sich die Turiner allerdings wohl mit zahlungskräftigen Klubs aus der Premier League streiten müsste. Weit vorangeschritten sein soll schon die ablösefreie Verpflichtung von Felipe Anderson. Der Lazio-Profi käme mit 31 Jahren zu Juventus, hätte damit keinen großen Wiederverkaufswert. Dafür würde er die Qualität unmittelbar vergrößern und brächte Erfahrung mit, die bei der Rückkehr auf die europäische Bühne von Bedeutung wäre. Dass es der Offensive an Breite fehlt, liegt auf der Hand, die Abhängigkeit von Federico Chiesa und Dusan Vlahovic ist groß. Albert Gudmundsson vom FC Genua könnte Abhilfe schaffen, ist zusätzlich zu Koopmeiners oder Ederson aber mutmaßlich zu teuer.

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Lars Pollmann  
07.02.2024