96-Führung greift DFL an

Kind über Investoren-Abstimmung: "Alles korrekt gelaufen"

Kinds Votum sorgt nach wie vor für Zündstoff. Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images
Kinds Votum sorgt nach wie vor für Zündstoff. Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images

Der Investoren-Deal der DFL schlägt in der Bundesliga weiterhin hohe Wellen: Der Stammverein von Hannover 96 veröffentlicht einen offenen Brief und erhebt darin massive Vorwürfe. Laut 96-Profiboss Martin Kind sei dagegen bei der Abstimmung "alles korrekt gelaufen".

Investoren-Deal der DFL sorgt für Debatten

Der Vorstand und der Aufsichtsrat des Muttervereins von Hannover 96 warfen der DFL in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme vor, sie habe die Abstimmung über den Investoren-Einstieg "vorsätzlich so durchführen lassen, dass eine Feststellung des Abstimmverhaltens von Martin Kind möglichst nicht nachvollziehbar ist".

Die DFL hatte bei der kontroversen Abstimmung über den Einstieg eines Investors bei einer Mitgliederversammlung im Dezember exakt die benötigte Zwei-Drittel-Mehrheit von 24 Ja-Stimmen erhalten. Kind soll entgegen der Anweisung des e.V. dafür gestimmt und dem DFL-Plan damit zur nötigen Mehrheit verholfen haben.

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"Es war eine geheime Wahl"

Das weist der Profiboss von Hannover 96 allerdings vehement zurück. "Nach meiner Einschätzung ist alles korrekt gelaufen. Es gab eine Einspruchsfrist, es hat keine Einsprüche gegeben, sodass ich formaljuristisch davon ausgehe, dass die Abstimmung korrekt gelaufen und eigentlich auch nicht mehr zu korrigieren ist", wird Kind bei NDR zitiert. Wie er genau abstimmte, wolle er weiterhin nicht preisgeben. "Es war eine geheime Wahl. Und da bleibt es, wie der Name schon sagt, geheim, wie man abgestimmt hat", zitiert Bild Kind. In der 1. und 2. Bundesliga kam es in den letzten Wochen zu Protestaktionen der Fans, gar eine Neuabstimmung wird verlangt. "Da ist die DFL jetzt gefordert. Das ist ihr Problem, nicht meins", meint Kind.

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Adrian Kühnel  
16.02.2024