FC-Legende

Köln-Rückkehr? Podolski berichtet von "erster Annäherung"

Podolski spielt derzeit in Polen für Gornik Zabrze. Foto: Etsuo Hara/Getty Images
Podolski spielt derzeit in Polen für Gornik Zabrze. Foto: Etsuo Hara/Getty Images

Der 1. FC Köln steckt in der Bundesliga weiterhin im Abstiegskampf. Lukas Podolski drückt seinem Ex-Verein die Daumen, im Sommer müsste der Klub aber über personelle Veränderungen nachdenken. Ob er selbst nach seiner Karriere zurückkehrt, ist noch offen.

"Müssen nicht so tun, als sei der FC schon abgestiegen"

Nach dem 21. Spieltag rangiert der 1. FC Köln in der Bundesliga auf dem 16. Tabellenplatz. Der Abstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt fünf Punkte. "Wir müssen nicht so tun, als sei der FC schon abgestiegen", betont Lukas Podolski im Interview mit der Sport Bild. "Ich will mal eine Sache klarstellen: Ich bin Kölner, und für mich geht es nur darum, dass diese Mannschaft in der Liga bleibt. Wir alle um den Verein herum müssen positiv sein. Wer jetzt Unruhe stiften will, wer alle Probleme ständig aufzählen will, der soll zum Geißbockheim fahren und seine Mitgliedschaft abgeben." Zwar gibt es Faktoren, die pessimistisch stimmen könnten, doch diese sollte der Klub laut Podolski bis auf Weiteres ausblenden. "Natürlich kann man immer wieder darüber reden, dass die Transfersperre den Verein zurückwirft und welche Probleme es gibt. Aber wem hilft das jetzt? Diese Themen sind im Moment zweitrangig."

Hier geht es mehr News über den 1. FC Köln.

Falls Podolski zurückkehrt, ist auch noch die Position offen

Über die Probleme könne man Podolski zufolge im Sommer reden. "Dann müssen sie intern auch angegangen werden." Generell weiß Podolski aber, dass bei seinem Ex-Verein "seit Jahren eine gewisse Unruhe im und rund um den Verein" herrsche. "Das muss nach der Saison genau analysiert werden. Vielleicht sind dann auch personelle Veränderungen notwendig. Aber nicht jetzt", so der Weltmeister von 2014. Ist Timo Schultz, der auf Steffen Baumgart folgte, der richtige Trainer für den FC? "Es wird mir zu viel diskutiert, ob er der Richtige ist oder nicht. Schultz ist der Trainer. Wir sollten ihm vertrauen und ihn unterstützen", bekräftigt Podolski, der sich mit den Kölner Geschäftsführern, darunter Christian Keller, traf. "Das war mal eine erste Annäherung, nachdem ich jahrelang gar nichts vom FC gehört hatte", sagt der Ex-Nationalspieler. Ob er nach der Karriere zurückkehrt? Dazu meint er: "Wir haben nicht sofort darüber gesprochen, welche Position ich in eineinhalb Jahren übernehmen könnte." Bis 2025 steht er noch beim polnischen Erstligisten Gornik Zabrze unter Vertrag.

Podolski will noch nicht zu weit in die Zukunft blicken

Zu weit in die Zukunft möchte Podolski auch noch gar nicht blicken. "Wenn ich im Sommer merke, dass die Lust nachlässt, höre ich auf. Im Moment fühle ich mich fit, habe Spaß. Aber es ist natürlich anders als vor zehn Jahren. Ich werde 39, da zwickt es manch- mal", erklärt er und fügt hinzu: "Was mir wichtig ist: Ich habe keine Sorge, dass ich die Karriere beende und am nächsten Tag nichts mit mir anzufangen weiß. Ich muss nicht sofort irgendwo einen neuen Job haben oder ein Amt." Es könne sein, dass er nach seinem Karriereende erst nach fünf oder zehn Jahren einen anderen Job übernimmt, womöglich aber auch gar nicht. "Vielleicht mache ich auch mit meiner Familie ein Jahr lang Urlaub, vielleicht mache ich etwas ganz anderes. Ich will alles ganz locker auf mich zukommen lassen", so Podolski.

Profile picture for user Adrian Kühnel
Adrian Kühnel  
14.02.2024