Erster Sieg getrübt

Kramer äußert sich zum Ultra-Trubel in Bochum

In Bochum wurde vor allem über die Gladbacher Fanszene gesprochen. Foto: Getty Images.
In Bochum wurde vor allem über die Gladbacher Fanszene gesprochen. Foto: Getty Images.

Am Rande des Bundesligaspiels zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach (1:3) machte die aktive Fanszene der Fohlen-Elf negativ auf sich aufmerksam. Christoph Kramer äußerte sich diplomatisch zu den Vorfällen auf den Rängen.

Als alle anderen Spiele der Samstagskonferenz längst angepfiffen waren, mussten sich die Spieler des VfL Bochum und von Borussia Mönchengladbach noch in Geduld üben, da im Gästeblock des Vonovia Ruhrstadions Banner der Gladbacher Fanszene vom Zaun gehängt wurden. Das wäre vermutlich nur eine Randnotiz gewesen, wenn nach dem Führungstor durch Florian Neuhaus in der 27. Minute keine Rauchtöpfe auf das Spielfeld geworfen worden wären und einige Mitglieder der aktiven Fanszene nicht schon vor dem Pausenpfiff das Stadion verlassen hätten.

Kramer: "Ich möchte mich da nicht einmischen"

Der erste Saisonsieg der Fohlen wurde nicht nur von einer wilden Schlussphase getrübt, sondern auch von den Vorfällen neben dem Platz. "Ein Banner hing da, wo es nicht hängen darf. Dann haben die Ultras ihre Prinzipien: Entweder hängt das Banner und sie bleiben, oder das Banner muss abgehängt werden und sie gehen", sagte Christoph Kramer nach der Partie bei Sky zu den Vorfällen. "Ich möchte mich da nicht einmischen. Ich finde es generell gut, wenn man nach Prinzipien lebt, das ist ihres."

Neuhaus: "Ein Samstagnachmittag, wie man sich ihn vorstellt"

Für Florian Neuhaus zählte indes nur das Ergebnis, welches durch den Doppelpack von Alassane Plea (37., 45.+3) besiegelt wurde. "Das ist ein Samstagnachmittag, wie man sich ihn vorstellt", sagte der Mittelfeldspieler, "wir sind super ins Spiel gekommen, haben am Anfang viele Chancen und gehen verdient in Führung. In der zweiten Halbzeit haben wir es zu Ende gekämpft und verdient gewonnen." Daran gilt es gegen Mainz 05 anzuknüpfen, um mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause und die anschließende Vorbereitung auf das Derby gegen den 1. FC Köln zu gehen. Dann ist auch mit einer stärkeren Unterstützung der Ultras zu rechnen.

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Florian Bajus  
30.09.2023