Comeback gegen RB

Last-Minute-Leverkusen? Hofmann: "Das nimmt man gerne"

Bayer Leverkusen bleibt in der Spur. Foto: Getty Images.
Bayer Leverkusen bleibt in der Spur. Foto: Getty Images.

Bayer Leverkusen hat das zweite aufeinanderfolgende Bundesligaspiel durch ein Tor in der Nachspielzeit gewonnen. Jonas Hofmann würde auf solche Thriller gerne verzichten, konnte den Sieg gegen RB Leipzig (3:2) aber dennoch genießen.

Wer sich im Titelrennen gegen den FC Bayern durchsetzen will, muss Widerstände überwinden und darf sich kaum Ausrutscher erlauben. Bayer Leverkusen ist im bisherigen Saisonverlauf ein Paradebeispiel dafür, dass diese zweifelsfrei große Herausforderung gelingen kann. Nach 18 Spieltagen hat die Werkself 48 Punkte auf dem Konto - auch dank der Last-Minute-Siege in Augsburg (1:0) und Leipzig.

Hofmann hofft auf keinen Dauerzustand

RB ging im Top-Spiel am Samstagabend zweimal in Führung, doch in der zweiten Halbzeit wurde Leverkusen minütlich stärker. Nachdem Jonathan Tah in der 63. Minute den 2:2-Ausgleich erzielte, markierte Piero Hincapie in der 91. Minute den Siegtreffer und zementierte die Tabellenführung. Darauf angesprochen, ob ein später Lucky Punch zum neuen Standard wird, sagte Offensivspieler Jonas Hofmann bei Sky mit einem Augenzwinkern: "Nicht, wenn es nach mir gehen würde. Wenn wir die Spiele trotzdem gewinnen, nimmt man das gerne."

Matthäus: "Sie wollen alles"

Für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sind die späten Siege ein Ausdruck der Willensstärke und des Selbstvertrauens der Werkself. "Sie wollen alles, das haben sie heute mit einer überzeugenden Leistung in der zweiten Halbzeit wieder geschafft", sagte Matthäus und betonte: "Leverkusen hat Geduld, sie haben so ein Selbstvertrauen, dass sie überzeugt sind, das Ding durchzuziehen. Es ist selbstverständlich für Leverkusen, dass sie auf Sieg spielen."

"Heute war Alonso ein bisschen lauter"

Allerdings hatte auch Trainer Xabi Alonso einen großen Anteil an der Wende, wie Hofmann erläuterte. "Xabi hat in der Halbzeit viel angesprochen, wodurch wir den Ball in der zweiten Halbzeit besser unter Kontrolle hatten", so der deutsche Nationalspieler, der von einer emotionalen Halbzeitansprache berichtete: "Heute war er schon ein bisschen lauter. Er weiß, in welchen Momenten was gefragt ist. Er ist emotional, trotzdem bleibt er sachlich." Die Mischung passt - sowohl in der Kabine als auch auf dem Platz. Das macht die Werkself zu einem Titelanwärter.

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Florian Bajus  
20.01.2024