"Alles andere nicht Bayern-like"

Matthäus fordert Trainerdiskussion beim FC Bayern

Lothar Matthäus fordert eine Trainerdiskussion beim FC Bayern. Foto: Getty Images.
Lothar Matthäus fordert eine Trainerdiskussion beim FC Bayern. Foto: Getty Images.

Nach der 0:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen fordert Lothar Matthäus eine Trainerdiskussion beim FC Bayern. Ein einfaches 'Weiter so' mit Thomas Tuchel entspräche nicht der Klub-DNA.

Das Experiment von Thomas Tuchel ist missglückt. Mit einer Dreierkette wollte der FC Bayern gegen Bayer Leverkusen bestehen, doch der ungeschlagene Bundesliga-Tabellenführer verpasste dem Rekordmeister einen empfindlichen Schlag. Trotz der Rückendeckung von Thomas Müller und Joshua Kimmich wird über Thomas Tuchel diskutiert, weil die Taktik- und Personalkniffe des Coaches zunehmend kritisch beäugt werden.

Matthäus: "Experimente sorgen für miese Stimmung"

Stefan Effenberg bemängelte im Sport1-Doppelpass den Verzicht auf Müller und Kimmich in der Startformation, Dietmar Hamann zeigte sich bei Sky90 ob des Umgangs mit Matthijs de Ligt irritiert. Auch Lothar Matthäus äußerte in seiner Kolumne für Sky Sport Unverständnis: "Dass einige unzufriedene Spieler in der Kabine sitzen, ist nicht erst seit gestern klar. Und solche Experimente, bei denen der 70-Millionen-Abwehrmann (de Ligt, d. Red.) draußen bleiben muss, obwohl er topfit ist, weil ein Neuzugang, der Ergänzung sein sollte, den Vortritt bekommt (Eric Dier, d. Red.), sorgen für miese Stimmung."

Matthäus: Intern muss diskutiert werden

Tuchel könne "die Anführer der Kabine reizen, ignorieren, links liegen lassen oder demontieren, aber dann muss er gewinnen, und zwar überzeugend", betont Matthäus, der festhält: "Beides ist Tuchel nicht gelungen. Ganz im Gegenteil." Während Leverkusen mit "Begeisterung, Leichtigkeit und wunderbarem Teamgeist" glänze, spreche nur der reine Blick auf die Zahlen für Tuchel. Eine Trainerdiskussion sei daher unvermeidlich: "Intern wird bestimmt diskutiert. Muss es sogar. Alles andere wäre nicht Bayern-like." Einwurf Matthäus über Alonso: "Bayern wäre für Alonso denkbarer als Liverpool".

"Alles viel zu unruhig in diesem Verein"

Das übergeordnete Ziel der Verantwortlichen müsse derweil lauten, den FC Bayern in ruhigere Gewässer zu führen. "Es ist generell seit viel zu langer Zeit alles viel zu unruhig in diesem Verein. Und das Ergebnis sieht man auf dem Platz. Und zwar regelmäßig seit vielen, vielen Monaten", kommentiert Matthäus die Gemengelage an der Säbener Straße. Ob die Verpflichtung eines Sportvorstandes - Max Eberl könnte laut Medienberichten im März anheuern - genügen wird, bleibt abzuwarten.

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Florian Bajus  
12.02.2024