Vor Wechsel zu Trabzonspor

Nach siebenmal Startelf: Warum lässt der BVB Meunier ziehen?

Meunier steht vor einem Abschied in die Türkei. Foto: Getty Images
Meunier steht vor einem Abschied in die Türkei. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund hat am Montag gleich sechs Rückkehrer auf den Trainingsplatz begrüßt. Besonders groß dürfte die Freude um das Comeback von Julian Ryerson gewesen sein. Der Norweger wurde seit einer Knieverletzung aus dem Pokalspiel beim VfB Stuttgart am 06. Dezember schmerzlich vermisst. Einiges deutet darauf hin, dass sein Ersatzmann Thomas Meunier den Klub kurzfristig verlässt.

Anderes Transferfenster: Wechsel in die Türkei sind bis Freitag möglich

Für den Belgier ist zu Wochenbeginn durchaus etwas überraschend eine Anfrage von Trabzonspor aus der Süper Lig eingegangen. In der Türkei hat das Transferfenster erst am 11. Januar geöffnet, der Deadline Day steigt dort am Freitag. Dass Meunier so im Heimspiel gegen den SC Freiburg noch dabei ist, muss laut übereinstimmenden Medienberichten als fraglich gelten: Der Belgier soll mit Trabzonspor bereits eine Einigung erzielt haben, Dortmund wird den 32-Jährigen wohl ziehen lassen. Dabei geht es weniger als sechs Monate vor Vertragsende nicht um eine Ablöse, sondern um die Einsparung des üppigen Restgehalts, das Meunier noch zustehen würde. BVB-Experte Patrick Berger vom TV-Sender Sky beziffert die Summe auf knapp 4 Millionen Euro.

Wolf steht dem BVB wieder für Einsätze zur Verfügung

Angesichts des Umstands, dass Meunier mit der Rückkehr von Ryerson wieder in den Reservistenstatus versetzt werden dürfte, leuchtet durchaus ein, dass der BVB den für den Sommer ohnehin vorprogrammierten Abschied des 62-fachen Nationalspielers vorzieht. Entscheidend dafür ist sicher auch: Marius Wolf hat den krankheitsbedingten Rückstand aus der Wintervorbereitung aufgeholt. Der 28-Jährige, der den Klub am Saisonende aller Voraussicht nach ebenfalls verlassen wird, kam bei der Nullnummer in Heidenheim am Freitag erstmals im neuen Jahr zum Einsatz, ersetzte Meunier für die letzte halbe Stunde.

Meunier hätte schon in vergangenen Transferperioden gehen dürfen

Höchsten Ansprüchen genügen auf der Rechtsverteidigerposition weder Wolf noch Meunier, für den fünffachen deutschen Nationalspieler spricht die größere Vielseitigkeit. Wolf kann nötigenfalls auch auf der linken Seite und offensiveren Positionen aushelfen, Meunier ist auf die Position hinten rechts festgelegt. Dass sich der BVB nicht beide teuren Ersatzspieler leisten will, ist schon länger bekannt. Beim Belgier scheiterten bisher jedoch die Versuche des Klubs, einen Abschied herbeizuführen. Hätte sich Meunier nicht im Sommer eine schwerere Muskelverletzung zugezogen, wäre er womöglich schon längst nicht mehr in Dortmund. Der Umstand, dass er zuletzt sieben Spiele in Folge der Startelf angehörte, hat an der grundsätzlichen Haltung der Schwarzgelben offenkundig nichts verändert. Einen Hinweis dazu lieferte auch die Meldung der Ruhr Nachrichten, dass der BVB Meunier nicht für die K.o.-Phase der Champions League nachnominieren würde. Mit einem Wechsel in die Türkei wäre das Thema endgültig hinfällig.

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Lars Pollmann  
06.02.2024