FC Schalke 04

Neururer: "Wilmots wurde geholt, um die Kurve zu beruhigen"

Wilmots hat im Januar als Sportdirektor angeheuert. Foto: Getty Images
Wilmots hat im Januar als Sportdirektor angeheuert. Foto: Getty Images

Der FC Schalke 04 hat mit einem Sieg über Eintracht Braunschweig wichtige Punkte gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga gesammelt. Dass die Königsblauen überhaupt in diese missliche Lage geraten sind, lässt das Umfeld des Revierklubs brodeln. Peter Neururer gehört einer Gruppierung um mehrere Top-Sponsoren an, die für nachhaltige Veränderungen bei den Knappen werben.

"Wir sind keine Opposition. Wir sind eine Gruppe, die pro Schalke ist"

In der Öffentlichkeit ist dabei die Rede von einer mächtigen Schalke-Opposition. Dieser Darstellung widerspricht der Kult-Trainer gegenüber Sport Bild entschieden. "Wir sind keine Opposition. Wir sind eine Gruppe, die pro Schalke ist. Und die der Meinung ist, dass es so nicht weitergehen kann." Es müsse alles dafür getan werden, den Katastrophenfall eines Abstiegs in die 3. Liga zu verhindern, vor allem aber auch nachhaltig der Grundstein für eine positive Zukunft gelegt werden. Die Gruppierung sieht den Klub dafür auch personell nicht ideal aufgestellt. Neururer bezieht das durchaus auch auf das Zustandekommen des Engagements von Marc Wilmots als Sportdirektor.

"Wilmots hat natürlich eine Chance verdient, aber ..."

"Er hat natürlich eine Chance verdient. Aber auch hier wird man ja Fragen stellen dürfen: Welche Fachkenntnisse hat er in Sachen Schalke 04 in der jetzigen Zeit? Welche Kenntnisse hat er über die 2. Liga? Kann er den Job ausüben, obwohl er vorher noch nie als Sportdirektor gearbeitet hat?", erklärt der 68-Jährige. Er wolle gar nicht ausschließen, dass Wilmots einen hervorragenden Job machen könnte. "Aber das kann im Verein überhaupt keiner beurteilen. Marc Wilmots wurde meiner Meinung nach geholt, um die Kurve zu beruhigen. Um einen Eurofighter, ein bekanntes Gesicht zu präsentieren."

Neururer: "Nicht mal ein Zauberer" könnte mit diesem FC Schalke 04 aufsteigen

Die nötige sportliche Expertise für eine inhaltliche Bewertung bringe die Vereinsführung aus Sicht von Neururer schließlich nicht mit. Dies ziehe sich wie ein Roter Faden durch die Saison, die mit diversen Fehlplanungen begonnen habe. "Man hat das klare Ziel formuliert: den direkten Wiederaufstieg. Als Fan findet man so etwas großartig. Aber jeder, der nur ein bisschen Fachwissen hat, hätte sagen müssen, dass man mit dieser Mannschaft nicht aufsteigen kann. Nicht mal ein Zauberer." Das vernichtende Urteil von Neururer lautet: "Jede Analyse muss ergeben, dass die Mannschaft überteuert und zu schwach für die ausgegebenen Ziele ist."

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Lars Pollmann  
07.02.2024