SC Freiburgs Trainer

Streich weint bei Schweigeminute für Beckenbauer

Streich konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Foto: Matthias Hangst/Getty Images
Streich konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Für den kürzlich verstorbenen Franz Beckenbauer kommt es in den Stadien der Bundesliga zu einer Gedenkminute. SC Freiburgs Trainer Christian Streich lässt seinen Emotionen freien Lauf und verdrückt Tränen.

Streich verneigt sich vor Beckenbauer

"Er war alles für uns", sagte Christian Streich auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin über Franz Beckenbauer, der letzten Sonntag im Alter von 78 Jahren verstarb. Als es am Samstag vor Anpfiff eine Schweigeminute für den "Kaiser" gab, konnte Streich seine Tränen nicht zurückhalten und weinte. Der Coach des SC Freiburg durfte Beckenbauer einst persönlich kennenlernen.

"Damit ist alles über Franz Beckenbauer gesagt"

Eine Erinnerung, als er und Beckenbauer gemeinsam beim TV-Sender Sky waren, ist Streich besonders im Gedächtnis geblieben. "Ich hätte in die Maske gesollt, habe aber gesagt, ich gehe nicht in die Maske", erzählte Streich. "Er sagte, ich soll in die Maske gehen und dann habe ich mich nicht getraut zu sagen, dass ich nicht gehen möchte. Ich bin sofort in die Maske und dann hat die Visagistin zu mir gesagt: 'Der Mann, der sie hier reingeschickt hat, das ist der netteste Mann in diesem Laden'. Damit ist alles über Franz Beckenbauer gesagt."

"Er war der Schuldige, das war schrecklich"

Die Diskussionen um Beckenbauers Rolle bei der umstrittenen Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 kann Streich indes nicht nachvollziehen. "Danach haben einige Leute den Daumen nach unten gereckt. Diese heuchlerische Bande teilweise, das war extrem für ihn. Ich finde das völlig daneben, und da ist es mir auch egal, was die Leute darüber denken", sagte Streich. "Jeder wollte die WM in Deutschland haben, und wir alle haben davon profitiert. Niemand dachte, dass es so etwas in Deutschland geben kann. Alle im Ausland haben sich gewundert, dass die Deutschen so sein können. Und er war dann irgendwann der Schuldige, das war schrecklich, fand ich."

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Adrian Kühnel  
13.01.2024