U17-Weltmeister

Klose holte ihn einst zum FC Bayern: Wird Moerstedt Deutschlands neuer Wandstürmer?

Hier setzt sich Max Moerstedt im Zweikampf im WM-Finale gegen Frankreich durch.
Hier setzt sich Max Moerstedt im Zweikampf im WM-Finale gegen Frankreich durch. Foto: Getty Images

Max Moerstedt hatte beim Gewinn der U17-Weltmeisterschaft eine zentrale Rolle. Vor seiner Rückkehr zur TSG Hoffenheim spielte er noch beim FC Bayern München. Miroslav Klose, sein Idol, hatte früh ein gutes Auge.

Moerstedt überzeugt bei der U17-WM

Wenn es für die deutschen Talente bei der U17-Weltmeisterschaft in Indonesien eng wurde, dann war Max Moerstedt da. In sechs Partien erzielte der Angreifer vier Treffer und hatte so einen entscheidenden Anteil am historischen Erfolg der Nachwuchskicker. Matthias Strohmaier, früherer U-Nationalspieler des FC Bayern München und Gründer der Fußballschule Skillers.Akademie, begleitete das Turnier als Co-Kommentator bei Sky. Er lobte bei fussball.news: "Max Moerstedt hat der Mannschaft eine weitere Option gegeben. Die Mannschaft konnte den Gegner mit einem langen Ball überspielen. Moerstadt agierte dann als Wandspieler, der die Bälle gut festmachen konnte."

FC Bayern erkannte früh die Qualitäten Moerstedts

Diese Qualitäten erkannten sie auch beim FC Bayern München frühzeitig. Max Legath war damals Scout am Campus des deutschen Rekordmeisters. Legath hatte ein Auge für die gewaltige Veranlagung, die in Moerstedt schlummert. Weltmeister Miroslav Klose saß mit am Tisch und überzeugte ihn vom Schritt nach München. Der gebürtige Mannheimer stand seinem großen Idol also gegenüber. Einem anderen Vorbild begegnete er bei einem Familienurlaub im Hotel: Mario Gomez! Bereits in ganz jungen Jahren wusste Moerstedt, dass er Angreifer werden will.

Klose setzte viele Hebel in Bewegung, um Moerstedt zu holen

"Miroslav Klose hat nicht umsonst viele Hebel in Bewegung gesetzt, um ihn zum FC Bayern zu holen", erklärte Strohmaier. Allerdings kam der Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 und veränderte die Welt auf einen Schlag. Isolation, kaum Mannschaftstraining, kein Treffen von Freunden und Kameraden. Für den jungen Moerstedt wurde es ohne Familie in München so immer schwieriger, einsamer. Obwohl sich der inzwischen 18-Jährige im Internat des FC Bayern wohlfühlte, zog es ihn zurück in die Heimat.

Das sind die Qualitäten von Moerstedt

Bei der TSG ist er in der U19 vor der Abstellung für die WM gut unterwegs gewesen, erzielte in neun Partien zehn Treffer und bereitete zwei vor. Moerstedt kann Bälle gut festmachen, er weiß zudem ganz genau, wo er im Sechzehner zu stehen hat. In einer extrem homogen funktionierenden Mannschaft war der Blondschopf das passende Puzzleteilchen. Und Moerstedt nährt die Hoffnung auf mehr. Einen Stürmertypen wie Klose, Gomez oder früher Rudi Völler und Jürgen Klinsmann wünscht sich Fußball-Deutschland. Moerstadt jedenfalls bringt das Potenzial dafür mit, wenngleich das noch Zeit benötigen wird.

Matarazzo behält Moerstedt bei der ersten Mannschaft

In Hoffenheim jedenfalls hat er nun in Trainer Pellegrino Matarazzo einen geeigneten Förderer. Er brachte Maximilian Beier bereits weiter nach vorne und will dies nun auch bei Moerstedt packen. Bei der Pressekonferenz vor der Partie beim SC Freiburg verriet Matarazzo: "Er wird auch nicht mehr losgelassen von uns. Max bleibt jetzt bei uns im Kader, steht auch auf der Spielberechtigungsliste und hat eine Rückennummer bekommen. Ich kann jetzt nicht sagen, ob er zum Einsatz kommen wird oder nicht, ich bin nur froh über seinen aktuellen Stand. Ich freue mich, mit ihm weiterzuarbeiten.“ Es ist ein kleiner Meilenstein für Moerstedt auf einem Weg, auf dem er noch einige Schritte gehen und Widerstände überwinden muss.

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Christopher Michel  
19.01.2024