Union-Coach

Zwei Tage später: Bjelica entschuldigt sich doch bei Sane

Bjelica muss drei Spiele aussetzen. Foto: Getty Images
Bjelica muss drei Spiele aussetzen. Foto: Getty Images

Nenad Bjelica ist für seinen Ausraster im Nachholspiel gegen den FC Bayern für drei Spiele gesperrt worden und muss 25 000 Euro Strafe zahlen. Der Chefcoach von Union Berlin hatte mit den Händen im Gesicht von Leroy Sane gefuhrwerkt, kann wohl von Glück sagen, dass die Szene als Unsportlichkeit interpretiert wurde. Zwei Tage nach dem Vorfall hat sich der 52-Jährige via Instagram dazu geäußert.

Entschuldigung nun auch bei Sane

"Ich habe die Szene inzwischen mehrfach und ihn Ruhe gesehen. Ich habe in der Situation reagiert, wie ich niemals hätte reagieren dürfen", schätzt Bjelica in dem Statement ein. "Das tut mir leid und ich möchte mich dafür bei meiner Mannschaft, meinem Verein und Leroy Sane entschuldigen." Im unmittelbaren Nachgang an die Partie in München hatte sich der Kroate noch ganz anders geäußert, warf Sane eine Provokation vor. Einwurf im Fall Bjelica: Union hält an ihm fest.

Zingler übt deutliche Kritik

"Er hat mich geschubst, dann habe ich reagiert", meinte Bjelica am Mittwochabend noch. "Ich muss mich bei meiner Mannschaft entschuldigen, nicht bei Sane." Nun ist der Union-Trainer zur Einsicht gelangt. Ob das gänzlich von ihm selbst ausgegangen ist, oder auf Hinweis des Klubs erfolgt ist, darüber lässt sich allenfalls spekulieren. Präsident Dirk Zingler übt jedenfalls in der Berliner Zeitung deutliche Kritik am Chefcoach, der aber offenbar nicht um seinen Job fürchten muss. "Er ist seiner Vorbildwirkung in diesem Moment nicht gerecht geworden."

Union spricht eigene Sanktion aus

"Das haben wir im Rahmen seines Vertrages deutlich sanktioniert", erklärt Zingler. Mutmaßlich ist von einer Geldstrafe auszugehen, die zur Sanktion in Höhe von 25 000 Euro durch den DFB addiert werden muss. "Im Abstiegskampf geht es darum, die Nerven zu behalten und alles dafür zu tun, die Mannschaft im Kampf um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu unterstützen. Das erwarte ich vom gesamten Verein, allen Mitarbeitern und insbesondere von den Führungskräften", betont Zingler in aller Deutlichkeit.

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Lars Pollmann  
26.01.2024