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Sprechchöre: Er ist der Liebling der deutschen Fans

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Das DFB-Team hat sein Trainingslager in Blankenhain mit einer öffentlichen Trainingseinheit begonnen. Thomas Müller stand im Blickpunkt.

Jena – Das deutsche Nationalteam rückt bei seinem sechstägigen Aufenthalt im Weimarer Land in Blankenhain kurz vor der Europameisterschaft im eigenen Land noch näher an die Fans heran. Im rund 30 Minuten entfernten Jena setzte der DFB die erste Trainingseinheit an. Im Ernst-Abbe-Sportfeld, wo ansonsten rund 5.000 Fans dem Regionalligisten Carl Zeiss zusehen, fanden sich 15.000 Anhänger ein. Schwarz-Rot-Gold an jeder Ecke, die Atmosphäre war familiär und fröhlich, die Region dürstet genau nach solchen Momenten und Bildern.

Sprechchöre für Liebling Müller

Bundestrainer Julian Nagelsmann und seine Assistenten betraten den Rasen bei sommerlichen Temperaturen gegen 16.33 Uhr. So richtig laut wurden die Fans aber erst dann, als ihre 15 Stars auf den Platz trabten. Und der Liebling der Massen? Der war ganz schnell ausgemacht. „Thooomas Müller! Thoooomas Müller!“ hallten die Sprechchöre durch das sich seit 2020 im Umbau befindende Stadion. Und der 34 Jahre alte Thomas Müller? Die lebende Legende des FC Bayern München genoss diese Zuneigung des Publikums, das zu Beginn eine LaOla-Welle nach der anderen durch die Reihen schwappen ließ..

Bayern-Star Thomas Müller hat die Herzen der Fans schnell erobert.
Bayern-Star Thomas Müller hat die Herzen der Fans schnell erobert. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl

Als Müller merkte, dass die Fans darauf reagieren, wenn er mit einem Schuss von der Mittellinie ins leere Gehäuse trifft, nutzte er die Gunst der Stunde. Der Angreifer des FC Bayern München zielte genau, traf und ließ den Jubel laut werden. Immer wieder scherzte Müller, er flachste mit den Kollegen, die Zuneigung der Fans trieb ihn förmlich an. Auch der Schreckmoment ganz am Ende der rund einstündigen Einheit, als er rund zwei Minuten am linken Knie behandelt und bandagiert wurde, hielt ihn nicht davon ab, fröhlich und mit breitem Grinsen auf dem Gesicht Autogramme zu schreiben.

Nagelsmann-Lob für Müller

Bereits am Sonntagabend zeigte Müller, was ihn auszeichnet. Er kam zur späten Stunde gemeinsam mit Aleksandar Pavlović am Golf und Spa Ressort in Blankenhain an. Berührungsängste mit den Fans? So etwas kennt Müller nicht. Er nahm Pavlovic sinnbildlich an die Hand, stellte ihn auch der Medienabteilung vor. Bundestrainer Julian Nagelsmann lobte: „Das Beispiel, wie er Aleks vorgestellt hat, beschreibt gut, wie er ist.“ Müller kenne seine Rolle aus den Gesprächen im März, es habe daher keinen spezielleren Austausch mehr gegeben.

Der Stürmer, der schon fast alles gewonnen hat, sollte noch zwei Ziele mit auf seinen Weg bei der EM nehmen. Erstens fehlt ihm der Pott noch in der Trophäe. Und zweitens wartet er auch nach drei absolvierten Turnieren noch auf seinen ersten EM-Treffer. Teamkamerad Maximilian Mittelstädt hat die Richtung bereits vorgegeben, auch Präsident Bernd Neuendorf sagte auf fussball.news-Nachfrage: „Wenn man so einen Zusammenhalt schaffen kann, dann kann man Großes erreichen.“ Dafür braucht es auch erfahrene und beliebte Spieler wie Thomas Müller.

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